Samstag, 17. August 2019

Tag 25: Anchorage / Seward

Für unsere Tour nach Anchorage hatten wir 2 Puffertage zwischen Ankunft und Abflug eingeplant. Da die Radtour nach Plan verlief, können wir diese Tage nun für die Erkundung vor Ort verwenden. Gestern haben wir uns Anchorage angeschaut, heute sind wir mit dem Bus nach Seward gefahren. Seward liegt an einem Fjord am Golf von Alaska auf der Kenai Halbinsel. Von Seward kann man mit einem Boot in den Kenai Fjord National Park rausfahren und vom Wasser aus die Gletscher betrachten, die vom Harding Icefield aus zu Gletschereis komprimierten Schnee in den Golf von Alaska schieben. Wenn der Gletscher kalbt, dann rumpelt es wie beim Donner eines Gewitters und schlägt im Wasser hohe Wellen.
Unsere Tour ging bis zum Aialik Gletscher, dem größten Gletscher der Region. Der Anblick der riesigen Eisfront, mit der der Gletscher am Meer endet  ist gigantisch: das Ende des Gletschers ist über einen Kilometer breit und geschätzte 100 m hoch.

Freitag, 16. August 2019

Tag 25: Anchorgae / Seward

Das war der anstrengenste Tag der Tour:
5.30 Wecker - 3 Std. Busfahrt nach Seward - 1 Std. Wartezeit - 6 Std. Bötchenfahrt - 1 Std. Wartezeit - 3 Std. Busfahrt nach Anchorage.
Wir haben jetzt 21.45 und haben es gerade noch in ein Bistro geschafft, um noch eine Kleinigkeit zu essen.
Aber es hat sich gelohnt: Die Fjordfahrt zum Gletscher war gigantisch. Und: wir haben Orkas gesehen!!!! Es war ein toller Tag !!!
Nachtrag: Das zu später Stunde angesteuerte Bistro hat sich als Glücksfall erwiesen. Das Essen war superlecker. Wir haben alle Tage in Anchorage sehr gut gegessen. Während wir im Hinterland schon glücklich über einen Burger mit Pommes waren, haben wir hier in der Hauptstadt Alaskas eine leckere Auswahl von Fisch-, Fleisch- oder auch Nudelgerichte mit superleckeren Sossen genossen.

Donnerstag, 15. August 2019

Tag 24: Anchorage

Anchorage ist eine wirklich hässliche Stadt. So schön die Landschaften Alaskas sind, so unattraktiv ist die Innenstadt von Anchorage. Das einzig Attraktive hier ist ein 18 km langer Wander-/Radweg direkt am Meer entlang, der Coastal-Trail., den wir heute teilweise abgefahren sind.
Wir haben ausserdem den größten Flughafen der Welt für Wasserflugzeuge besucht. Hier haben auch viele Privatleute ein kleines Wasserflugzeug um in die entlegensten Regionen Alaskas zu kommen. Auch am internationalen Flughafen ist viel los, hier landen viele Frachflugzeuge von oder nach Asien für einen Tankzwischenstop.

Mittwoch, 14. August 2019

Tag 23: Wasilla - Anchorage

Geschafft! Am späten Mittag sind wir in Anchorage angekommen! Alle Unannehmlichkeiten der letzten Wochen sind vergessen (mal war es zu kalt, mal zu warm, die Steigungen über 10% waren übel, der Gegenwind frustrierend, ...),  jetzt freuen wir uns erstmal, am Ziel zu sein.
Wir hatten keinen einzigen Platten, mein Knie ist nach dem Sturz auch wieder verheilt und unterwegs durften wir eine Menge toller Leute kennenlernen. 
Darauf trinken wir jetzt erstmal ein Bier.

Tag 23: Wasilla - Anchorage

Der letzte Tag hatte noch eine Besonderheit: Wir mussten ca. 15 km auf dem autobahnaehnlichen Glenn- Highway Nr. 1 fahren, weil es keine Alternativen gibt. Gut, dass wir die restlichen 60 km auf Fahrradwegen bestreiten konnten. Wir haben die Ankunft in Anchorage mit einem grossenBier gefeiert und fallen jetzt müde, aber zufrieden, dass alles gut geklappt hat, ins Bett.
Mein Highlight des Tages: Fahrradfahren hält doch jung. Die Kellnerin wollte unsere Pässe sehen um unser Alter zu erfahren, als wir das Bier bestellten. O. k., es war etwas dunkel in der Brauerei ....


Tag 22: Sheep Creek Lodge - Wasilla

Am Tag 17 habe ich davon geschrieben, dass wir an der Bar der Clearwater  Lodge von einer jubelnden Gruppe begrüßt wurden. Heute Abend waren wir bei Nancy und Otto, einem Ehepaar dieser Gruppe, zum Abendessen eingeladen.
Es war ein schöner Abend mit leckerem Essen, der einmal mehr die Gastfreundschaft der Bewohner Alaskas zeigt.
Auf dem Rückweg haben dann noch eine Elchkuh mit Nachwuchs gesehen.

Dienstag, 13. August 2019

Tag 22: Sheep Creek Lodge - Wasilla

Endlich wieder ein "normales" Hotelzimmer mit eigenem Badezimmer. Die Zeit der Gemeinschaftsduschen und externen Plumsklos (Wege über 200m vom Schlafbereich entfernt sind normal gewesen) ist vorbei. Wir sind zurück in der Zivilisation. Das bedeutet auch: extrem starker Autoverkehr. Gut, dass es die letzten 60 km einen Radweg entlang des Highways gab.
Mein Highlight des Tages: Bis heute hatte ich geglaubt, Fahrradfahren hält jung und fit. Wir sind in der Mittagspause von einem Herren betagteren Alters (geschätzt 65+) gefragt worden, ob wir schon Rentner seien.
Ab heute sage ich nur noch: Fahrradfahren hält fit.

Montag, 12. August 2019

Tag 21: Byers Lake - Sheep Creek Lodge

Heute sind wir ohne erwähnenswerte Vorkommnisse dem Highway gefolgt. Das gibt mir die Gelegenheit, ein Detail zu erwähnen, das mir seit einigen Tagen erwähnenswert erscheint: vieles in Amerika ist deutlich simpler und einfacher als bei uns. Ich meine damit nicht den Präsidenten, sondern die Regeln im Straßenverkehr: im Bereich von Baustellen, also wo Menschen am Straßenrand arbeiten, wird die Strafe für jedes Vergehen verdoppelt. Am Anfang der Baustelle steht ein Schild, in dem die Verdoppelt angekündigt wird und am Ende der Baustelle wird die Verdoppelung wieder aufgehoben. So einfach ist das. Es ist so einfach und simpel, dass es vermutlich selbst der Präsident versteht.

Tag 21: Byers Lake - Sheep Creek Lodge

Nachdem Falko es gestern Abend geschafft hat aus feuchtem Holz den Ofen zum brennen zu bringen (hier möchte ich noch einmal echte Bewunderung für seine Ausdauer erklären!), sind wir morgens ohne Frieren aufgestanden. Bis wir alles gepackt haben, war es trotzdem schon nach 9.00 Uhr.
Die 96 km haben wir relativ schnell bewältigt, denn es ging nur am Parcks-Highway Nr. 3 entlang. Guter Asphalt aber auch extrem stark befahren. Besonders arg empfand ich die vielen Pickups mit Quads (ATV) und totem Caribou auf der Ladefläche Richtung Anchorage. Offensichtlich waren doch viele Jäger erfolgreich.

Tag 20: Cantwell - Byers Lake

Von dem guten Wetter hat Marion bereits berichtet. Auch den gigantischen Ausblick auf den Denali hat Marion bereits erwähnt. Dann möchte ich von unserem Frühstück berichten: Wir haben auf dem Cantwell Campingplatz in einer Holzhütte übernachtet und an der Tankstelle gefrühstückt. Nach mehreren entbehrungsreichen Tagen ist das wie im Paradies: Unmengen von heißem Kaffee und eine große Auswahl an süßen Sachen, die man zum Frühstück essen kann - oder zumindest könnte. Was so eine Tankstelle hält hergiebt. Allerdings: Um den Muffin war ein Papier drumherum. Das wusste ich nicht. Habe es abgebissen und mitgegessen.